Fallart: Technische Diagnosefälle für Abgasanlagen
Anwendung: Dieselmotor mit DPF
Diagnosefokus: Abgasgegendruck / eingeschränkter Durchfluss
Ein korrekter Common-Rail-Druck beweist, dass das Kraftstoffsystem den gemessenen Druckwert erreichen kann.
Er beweist nicht, dass der Motor Abgase effizient ausstoßen kann.
Die Betriebssequenz lautet:
Luft tritt ein → Kraftstoff verbrennt → Abgas tritt aus
Eine Einschränkung in der letzten Stufe kann die Motorleistung reduzieren, auch wenn die Kraftstoffzufuhr normal ist.
Ein stark eingeschränkter Abgasweg kann den Druck vor dem Filter erhöhen.
Der Motor verbraucht dann mehr Arbeit, um die Abgase auszustoßen.
Mögliche Symptome können sein:
Der Gegendruck sollte gemäß den Herstellervorgaben interpretiert werden.
Nützliche Daten können sein:
Ein im Leerlauf gemessener Wert repräsentiert möglicherweise nicht den Zustand bei hohem Abgasdurchfluss.
Einspritzdüsen steuern die Kraftstoffzufuhr.
Sie können keinen größeren Abgasdurchflussweg schaffen.
Wenn der Raildruck bereits dem Sollwert folgt, tauscht der Austausch von Einspritzdüsen lediglich ein funktionierendes System aus, während die nachgeschaltete Einschränkung bestehen bleibt.
Für eine umfassendere Diagnosemethode zur Trennung von DPF-Gegendruck- und Kraftstoffzufuhrfehlern unter Last siehe Technischer Leitfaden: Wie man DPF-Gegendruck-Leistungsverlust von Kraftstoffzufuhrfehlern trennt.
Ein korrekter Raildruck sollte die Diagnose von Dieselmotoren mit geringer Leistung eingrenzen.
Er sollte Ansaug- und Abgasrestriktionen nicht außer Acht lassen.