Fallart: Technische Analyse von Kraftstoffrücklauf-Fällen
Anwendung: Common-Rail-Einspritzdüsen-Rücklaufsystem
Diagnostischer Fokus: Rücklaufleitungseinschränkung / Gegendruck
Leckölleitungen von Einspritzdüsen werden normalerweise als einfache Ablasskreisläufe behandelt.
Der Rücklaufweg muss jedoch immer noch zulassen, dass Kraftstoff unter den vom Systemdesign vorgesehenen Druckbedingungen aus der Einspritzdüse austritt.
Ein vereinfachter Pfad ist:
Interne Leckage der Einspritzdüse → Rücklaufverbinder → Rücklaufverteiler → Kraftstoffkreislauf / Tank
Wenn die Rücklaufleitung eingeschränkt wird:
Der Rücklaufdruck steigt → die internen Druckverhältnisse der Einspritzdüse ändern sich.
Die Auswirkung hängt von der Einspritzdüsenarchitektur ab.
Relevante Bereiche können umfassen:
Eine aus dem Motor ausgebaute und auf einem Prüfstand getestete Einspritzdüse ist nicht mehr an den eingeschränkten Rücklaufkreislauf des Fahrzeugs angeschlossen.
Die Einspritzdüse kann daher bei externen Tests normal funktionieren.
Ein nützlicher Diagnoseansatz fragt:
Fällt die Einspritzdüse von selbst aus?
oder
Verändert der Rücklaufkreislauf des Fahrzeugs die Betriebsumgebung der Einspritzdüse?
Der Rücklaufdruck sollte, wo verfügbar, gemäß den Herstellerspezifikationen überprüft werden.
Das Rücklaufsystem ist Teil der Betriebsbedingungen der Einspritzdüse.
Eine funktionierende Einspritzdüse kann sich abnormal verhalten, wenn ihr Rücklaufweg übermäßig eingeschränkt ist.