In einem repräsentativen Fall eines mechanischen Dieselgenerators in Dschibuti stellten die Wartungstechniker fest, dass der Motorölstand allmählich anstieg. Das Öl zeigte auch Anzeichen, die auf eine mögliche Kraftstoffverdünnung hindeuteten.
Eine häufige Annahme in dieser Situation ist, dass eine Einspritzdüse übermäßige Mengen Kraftstoff in einen Zylinder leitet, wo er dann in das Kurbelgehäuse gelangt.
Die Werkstatt ging das Problem stattdessen als eineLeckweguntersuchungdiagnostiziert werden sollte.
Kraftstoff kann je nach Motorkonstruktion über verschiedene Mechanismen in das Motoröl gelangen.
Ein möglicher Weg ist:
Einspritzdüse/Düse → Zylinder → Zylinderwand → Kurbelgehäuse
Ein weiterer möglicher Weg bei Motoren mit bestimmten mechanisch angetriebenen Kraftstoffpumpen ist:
Kraftstoffzufuhr → Kraftstoffpumpe → Defekte Membran oder interne Dichtung → Motorseitiger Hohlraum → Schmiersystem
Diese Mechanismen erfordern unterschiedliche Reparaturen.
Der Generator verwendete eine Niederdruck-Kraftstoffförderung, bei der die Kraftstoffpumpe mechanisch mit dem Motor verbunden war.
Die Techniker inspizierten daher:
Die genaue Konstruktion unterscheidet sich je nach Pumpendesign, daher waren Serviceinformationen weiterhin erforderlich.
Kraftstoffverdünnung durch Einspritzdüsen war immer noch möglich.
Die Werkstatt prüfte, ob der Motor auch Folgendes zeigte:
Wenn diese Anzeichen stark auf einen Zylinder hingewiesen hätten, wäre die Prüfung der Einspritzdüsen vorrangig gewesen.
Stattdessen musste der steigende Ölstand über den physischen Weg verfolgt werden.
Das Vorhandensein von Kraftstoff im Motoröl sagt dem Technikerwas passiert ist, aber nicht automatischwoher der Kraftstoff kamdiagnostiziert werden sollte.
Diese Unterscheidung verhinderte einen voreiligen Austausch der Einspritzdüse.
Die Diagnoseabfolge wurde:
Ölstand steigt → Mögliche Kraftstoffverdünnung bestätigen → Alle möglichen Eintrittswege identifizieren → Mechanische Kraftstoffpumpe prüfen → Zylinder/Einspritzdüsen prüfen → Quelle korrigieren → Kontaminiertes Schmiermittel nach Bedarf ersetzen
Stationäre Generatoren können Betriebsstunden ansammeln, mit wenig Rückmeldung vom Fahrer.
Ein allmählicher Anstieg des Ölstands kann daher während einer Routineinspektion entdeckt werden und nicht aufgrund einer offensichtlichen Betriebsstörung.
Die Führung genauer Aufzeichnungen über den Ölstand kann nützliche frühe Hinweise liefern.
Der Fall in Dschibuti zeigt, dass Flüssigkeitskontamination durchPfadanalysediagnostiziert werden sollte.
Die entscheidende Frage war nicht:
„Welche Einspritzdüse leckt?“
Es war:
„Auf welchem physischen Weg gelangt Diesel in das Kurbelgehäuse?“
Bei Konstruktionen, bei denen eine defekte Membran oder eine interne Dichtung mit der Motorseite kommunizieren kann, ist dies ein möglicher Fehlerweg.
Kraftstoffkontaminiertes Schmiermittel sollte gemäß den Serviceanforderungen des Motorenherstellers behandelt werden.