Art des Falles:Technische diagnostische Fallanalyse
Anwendung:Dieselmotoren für die Eisenbahn
Diagnostischer Fokus:Niederdruckzufuhrbeschränkung unter Last
Ein Motor kann beim Leerlauf einen akzeptablen Schienendruck erzeugen, kann aber den erforderlichen Druck bei höherem Kraftstoffbedarf nicht halten.
Dies ist nicht automatisch ein Beweis für den Verschleiß der Hochdruckpumpe.
Bei Leerlauf benötigt die Hochdruckpumpe eine vergleichsweise geringe Treibstoffzufuhr.
Eine teilweise eingeschränkte Filter-, Abhol- oder Versorgungsleitung kann diesen Bedarf trotzdem decken.
Unter Last:
Kraftstoffbedarf steigt → Einschränkung führt zu einem größeren Druckverlust → Hochdruckpumpenzufuhr wird unzureichend.
Eine sinnvolle Untersuchung vergleicht:
Der Schlüssel ist, zu erkennen, welcher Druck sich zuerst ändert.
Eine Hochdruckpumpe kann keinen stabilen Schienendruck erzeugen, wenn sie stromaufwärts ausgehungert wird.
Wenn man es auswechselt, ohne den Zufuhrkreislauf zu überprüfen, kann das gleiche Symptom auftreten.
Für die vollständige Diagnosefolge sieheTechnischer Leitfaden: Warum die Diagnostik des Common Rail mit dem Niederdruck-Kraftstoffversorgungskreis beginnen sollte.
Ein erfolgreicher Leerlauftest beweist, dass das System die Leerlaufnachfrage befriedigen kann.
Es beweist nicht, daß der Niederdruckkreislauf das erforderliche Volumen unter starker Last liefern kann.