Kroatischer mechanischer Dieselmotor der Legacy-Baureihe zeigt steigenden Ölstand trotz normaler Überprüfung von Einspritzdüsen und Kraftstoffförderpumpe, während ein Leck am Antriebswellen-Dichtring der Einspritzpumpe untersucht wird
Kroatischer mechanischer Dieselmotor der alten Baureihe zeigt steigenden Ölstand trotz normaler Überprüfung von Einspritzdüsen und Kraftstoffförderpumpe, während Leckage an der Dichtung der Einspritzpumpenantriebswelle untersucht wird
Kraftstoff gelangte auf unerwartetem Weg in das Kurbelgehäuse
Ein mechanischer Dieselmotor der alten Baureihe, der in Kroatien eingesetzt wurde, zeigte einen stetig steigenden Motorölstand.
Das Schmiermittel zeigte auch Anzeichen, die mit Kraftstoffverdünnung vereinbar waren.
Die Leckage der Einspritzdüsen wurde untersucht, und das Diaphragma der mechanischen Kraftstoffförderpumpe zeigte keine erwarteten Anzeichen dafür, dass Kraftstoff in den Motor gelangte.
Die Diagnosefrage lautete dann:
Welche andere Komponente enthält Dieselkraftstoff und hat auch eine mechanische Schnittstelle mit dem Motor?
Die Aufmerksamkeit richtete sich auf die Dichtung der Einspritzpumpenantriebswelle.
Mechanische Einspritzpumpen können sich über zwei Flüssigkeitsumgebungen erstrecken
Abhängig von der Motor- und Pumpenkonstruktion kann die Einspritzpumpe direkt angetrieben werden von:
- Steuerzeitenrädern;
- einem Zwischenantrieb;
- oder einem anderen motorseitigen Mechanismus.
Die Pumpe enthält intern Dieselkraftstoff, während die Antriebswelle zu einem Motorsteuerzeiten- oder geschmierten Bereich führt.
Eine Dichtung trennt diese Umgebungen.
Der mögliche Leckweg ist:
Kraftstoff in der Einspritzpumpe → Antriebswellen-Dichtung → Motor-/Steuerzeiten-Seite → Kurbelgehäuseöl
Warum der Ölstand allmählich anstieg
Eine Wellendichtungsleckage erzeugt möglicherweise keine sofortige externe Kraftstoffleckage.
Stattdessen können kleine Mengen Diesel über viele Betriebsstunden in den Motor gelangen.
Der Betreiber kann bemerken:
- steigender Ölstand;
- dünner werdendes Öl;
- reduzierte Schmierstoffviskosität;
- oder ein Kraftstoffgeruch.
Dieser allmähliche Trend macht Wartungsaufzeichnungen besonders nützlich.
Andere Kraftstoffverdünnungswege wurden zuerst ausgeschlossen
Die Werkstatt zog gängige Alternativen in Betracht, darunter:
- Leckage der Einspritzdüsen;
- unvollständige Verbrennung;
- Ausfall des Membrans der Kraftstoffförderpumpe;
- und wiederholter Kurzbetrieb.
Die Wellendichtung der Einspritzpumpe wurde erst relevanter, nachdem die Beweise diese Wege nicht unterstützten.
Pumpenzustand und Kurbelgehäusezustand wurden gemeinsam überprüft
Die Inspektion umfasste:
- Spiel der Antriebswelle;
- Zustand der Dichtung;
- Leckage des Pumpengehäuses;
- Schnittstelle der Pumpenmontage;
- Kontamination des Steuerzeitenbereichs;
- und Zustand des Motoröls.
Übermäßiges Wellenspiel kann auch eine Dichtung beschädigen, daher ist der alleinige Austausch der Dichtung möglicherweise nicht die Ursache des Problems.
Warum das über den Ölstand hinaus wichtig ist
Kraftstoffverdünnung kann die Ölviskosität reduzieren und daher beeinflussen:
- Lagerschutz;
- Öldruck;
- Turbolader-Schmierung;
- und Verschleißkontrolle.
Aus diesem Grund sollte ein steigender Ölstand nicht als harmlos behandelt werden.
Technische Lektion
Dieser kroatische Fall unterstreicht die Bedeutung von systemübergreifenden Leckwegen.
Wenn das Motoröl an Volumen gewinnt, sollten Techniker identifizieren, wo eine andere Flüssigkeit physisch in das Schmiersystem eindringen kann, anstatt anzunehmen, dass immer die Einspritzdüsen verantwortlich sind.
FAQ
Kann eine Wellendichtung der Einspritzpumpe Diesel in das Motoröl gelangen lassen?
Bei Pumpenkonstruktionen, bei denen die Kraftstoffseite und die motorseitige Antriebsseite durch eine Wellendichtung getrennt sind, kann ein Dichtungsversagen einen solchen Weg schaffen.
Wird ein steigender Ölstand immer durch Leckage der Einspritzdüsen verursacht?
Nein. Es sind mehrere Kraftstoffverdünnungswege möglich und sollten diagnostisch getrennt werden.